Ruland: „Ganztagsschule in Rheinland-Pfalz ist Erfolgsmodell“

Pressemitteilung

Sozialdemokraten wollen das GTS-Angebot in Bäckerjungenstadt weiter ausbauen
 

In jüngster Sitzung zog der rheinland-pfälzische Landtag zu 15 Jahren Ganztagsschule im Land Bilanz. Rheinland-Pfalz hat als erstes Bundesland eine Vorreiterrolle beim Ausbau der Ganztagsschulen übernommen. Das Land trägt seither zu 100 Prozent die zusätzlichen Personalkosten und unterstützt zudem die Schulträger bei baulichen Maßnahmen.

 

„15 Jahre nach der Einführung der Ganztagsschule in Rheinland-Pfalz ist ein flächendeckendes Angebot entstanden. Waren es 2002 noch 232 Schulen, waren es im Jahr 2017 bereits 1.187 Ganztagsschulen. Die Zahl der Ganztagsschülerinnen und -schüler ist seit 2002 kontinuierlich gestiegen. Jeder vierte Schüler in Rheinland-Pfalz besucht heute eine Ganztagsschule. Insbesondere im Grundschulalter ist die Nachfrage nach einem Ganztagsangebot ungebrochen, dort ist bereits jeder Zweite Ganztagsschüler oder Ganztagsschülerin. Mehr als eine Milliarde Euro hat sich die Landesregierung den Ausbau der Ganztagsschulen seit ihrer Einführung kosten lassen. Das ist gut angelegtes Geld in die Zukunft unserer Kinder“, so die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Bettina Brück.

„Ganztagsschule bedeutet in Rheinland-Pfalz nicht ganztägigen Fachunterricht. Vielmehr arbeiten die Pädagogen mit örtlichen Vereinen zusammen um den Kindern einen sportlichen und kulturell wertvollen Schulalltag zu ermöglichen. Für das oftmals sogar ehrenamtliche Engagement entsprechender Akteure bin ich sehr dankbar! Durch diese Zusammenarbeit ermöglichen wir gemeinsam die Fähigkeiten jedes einzelnen Schülers individuell zu fördern“, erklärt der Andernacher Landtagsabgeordnete Marc Ruland.

Auch für das rheinland-pfälzische Erfolgsprojekt „Keiner ohne Abschluss“ an Realschule plus bietet der Ganztag vielfältige Möglichkeiten zur Intensivierung der beruflichen Praxis. Die SPD-geführte Landesregierung setzt sich dafür ein, dass die Berufsorientierung an weiterführenden Schulen flächendeckend und zeitnah mit zielgenauen Programmen und Maßnahmen zu einem wichtigen Profilbaustein wird.

Bereits im Februar hat die SPD-Fraktion ein Positionspapier mit Impulsen für die Ganztagschule beschlossen. Mit einem gemeinsamen Plenarantrag setzen sich die Ampelfraktionen nun für eine Fortsetzung des Ganztagsausbaus ein. Überall dort, wo die Schulgemeinschaft und der Schulträger dies wünschen, soll die Einrichtung eines verpflichtenden Ganztagsschulangebots geprüft werden. Als wichtiges Element der Ganztagsschule soll zudem die Verzahnung mit außerschulischen Partnern verstärkt werden. So sollen nach dem Willen der Ampelkoalitionen noch mehr Anreize für Kooperationen mit Vereinen und Organisationen, insbesondere im Bereich Sport, Musik, Kunst und Umweltweltbildung gesetzt werden. Darüber hinaus soll allen Kindern – unabhängig vom Einkommen der Eltern – die Teilnahme am gemeinsamen Mittagessen ermöglicht werden. Zu begrüßen ist in diesem Zusammenhang die von Rheinland-Pfalz mitgetragene Bundesratsinitiative, die eine Streichung des Eigenanteils für die Mittagsverpflegung ihrer Kinder für Eltern mit geringem Einkommen vorsieht.

Ruland erklärt weiter: „Wir setzen als SPD-Fraktion erneut Impulse um die Ganztagsschule in unserem Land weiterzuentwickeln. Ziel muss es jetzt sein die Voraussetzungen für einen umsetzbaren Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz im Grundschulbereich zu ermöglichen.“

Die Andernacher SPD-Stadtratsfraktion erhob bereits in den Haushaltsberatungen im Dezember 2017 die Forderung, einen Ausbau des Ganzstagsschulangebots in den Andernacher Grundschulen, sowohl in der Kernstadt als auch in Eich und Miesenheim zu prüfen.

„Wir sehen hier Bedarf, auch weil sich die die Andernacher Ganztagsschulen über steigende Beliebtheit freuen. Wir warten nun, dass die Stadtverwaltung zügig die Ergebnisse unseres Prüfauftrages zur Bedarfsermittlung präsentiert. Wir sind überzeugt, dass eine Ausdehnung des GTS-Angebots in Andernach neue Bildungschancen eröffnen kann“, so Marc Ruland, MdL abschließend.