Ruland: „Anreize für persönlichen Klimaschutz setzen!“

Veröffentlicht in Pressemitteilung

Anreize statt Verbote sollen für grüne Gärten sorgen und damit Steingärten eindämmen

 

In der vergangenen Zeit sind Steingärten von einzelnen Bürgerinitiativen sowie teilweise öffentlichen Verwaltungen als umweltschädlich kritisiert worden. Grund hierfür ist, dass die Steingärten vermehrt die ehemaligen Grünflächen auf Grundstücken ersetzen und so viele Insekten ihren Lebensraum verlieren. Besonders Bienen sind von dieser Entwicklung betroffen. Die Auswirkungen für unsere Umwelt und das ökologische System sind langfristig für den Menschen bedrohlich. Die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler hat bereits ein Verbot von Stein- und Schottergärten für alle Bauprojekte in Neubaugebieten beschlossen. Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) will nun im Bund eine gemeinsame Kampagne gegen Steingärten ins Leben rufen.

Der Mayen-Koblenzer Landtagsabgeordnete Marc Ruland unterstützt solche Verbots-Bestrebungen indessen nicht: „Ich spreche mich deutlich gegen solche Verbotsaktionen von Seiten der Politik aus. Zeitgleich sehe ich natürlich, dass Handlungsbedarf besteht, damit unsere Umwelt langfristig für kommende Generationen erhalten bleibt. Diesen Weg möchte ich aber möglichst im Einvernehmen mit allen Bürgern vor Ort gehen. Plumpe Verbote denken hier zu kurz und sorgen nur für Frustration und fehlende Akzeptanz gegenüber dem grundlegend so wichtigen und wertvollen Ziel des Umweltschutzes. Als Landtagsabgeordneter, der ehrenamtlich in der Kommunalpolitik aktiv ist, sehe ich viel mehr die Lösung des Problems der zunehmenden Steingärten in Anreizen und Entlastungen, die Politik setzen kann, damit ein einzelner sich für einen bunten, grünen Garten entscheidet. Das fängt zunächst damit an, dass die Gemeinden oder Landkreise bei der Gartenpflege beratend tätig sein können und geht bis zu der Idee, dass das Land mit Fördermitteln gezielt unterstützen kann. Die Stadt Andernach soll hier als gutes Beispiel vorangehen: Ich mache mich dafür stark, dass es für die essbare Stadt Andernach ein solches Förderprogramm für grüne Oasen in den Vorgärten, wie es im GUT-LEBEN-IN-ANDERNACH-Programm steht, geben wird. 

Eines muss aber klar sein: Ein nicht perfekt gepflegter Garten ist kein Zeichen für Unachtsamkeit, sondern die Entscheidung eines einzelnen, der vielleicht nicht genügend Zeit zur Gartenpflege hat, dennoch aber ein gesundes Öko-System unterstützen möchte. Eine Verteufelung von Steingärten, wie sie manche betreiben, ist hingegen fehl am Platz. Jeder Mensch darf sein zu Hause nach seinen Ideen gestalten. Außerdem können wir von außen nicht darüber urteilen, was ein einzelner bereits für den Klimaschutz persönlich leistet. Klimaschutz ist mehr als das kritisieren von Steingärten. Klimaschutz beginnt für jeden Menschen zunächst beim eigenen Konsumverhalten.“

 
 

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