Ruland: „Den zunehmenden Bahnlärm an Rhein und Mosel gemeinsam angehen!“

Veröffentlicht in Pressemitteilung

Politikvertreter des Bund, Land sowie der Kommunen aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wirken gemeinsam

 

Im Frühjahr trafen sich Vorsitzende von Bürgerinitiativen aus dem Bereich des rheinland-pfälzischen Unteren Mittelrhein- und Moseltas mit dem rheinland-pfälzischen Wirtschaftsminister Dr. Wissing (FDP) und dem Mayen-Koblenzer Landtagsabgeordneten Marc Ruland (SPD) zu einem konstruktiven Gedankenaustausch. Hauptinitiatoren dieses Gesprächs waren der Vorsitzende des Bündnisses „WIR gegen Bahnlärm in der VG Weissenthurm e.V.“, Rolf Papen, und Marc Ruland MdL.

„Der Güterverkehr wird weltweit und auch in unserer Region in den nächsten Jahren auf der Straße, der Schiene und dem Rhein dramatisch zunehmen. Es besteht die reale Gefahr, dass insbesondere das Mittelrheintal, aber auch das Moseltal, zu einem verlärmten Frachtkorridor verkommt, wenn nicht rasch und konsequent seitens der Bundes- und Landesregierungen gehandelt wird!“, so Papen zu Beginn der gemeinsamen Gesprächsrunde. Das wichtigste Anliegen aller Beteiligten war die Gleichbehandlung des Unteren Mittelrheintals und des Moseltals mit dem Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal. „Hier besteht ganz klar Handlungsbedarf. Unser Unteres Mittelrhein- und Moseltal ist ein weltweit geschätztes Touristenziel und für Rheinland-Pfalz ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Zusätzlich lebt diese Region von ihren Landschaften und der damit verbundenen Kultur“, wie Ruland feststellt. „Die geplante Zunahme des Güterverkehrs auf über 200 Züge pro Tag, wird davon nicht viel „übriglassen“ und besonders den Menschen vor Ort ihre wirtschaftliche Lebensgrundlage entziehen. Wir machen uns dafür stark, dass es nicht so weit kommt!“

Des Weiteren freute sich Minister Dr. Wissing von den Anwesenden zu hören, dass Ende März in Weißenthurm ein „Aktionsbündnis zur Bahnlärmreduzierung im Unteren Mittelrheintal und im Moseltal“ gegründet wurde. Dieses setzt sich aus Bundestags- und Landtagsabgeordneten, Bürgermeistern und Vertretern von Bürgerinitiativen zusammen und setzt sich besonders für die gleiche Bedingungen im gesamten Mittelrheintal und Moseltal ein. „Bahnlärm stellt uns vor eine Vielzahl von Herausforderungen. Diese können wir nur gemeinsam mit Vertretern aus allen Parlamenten und Kommunalräten meistern. Ich begrüße es sehr, dass wir künftig noch intensiver an entsprechenden Lösungen arbeiten können. Auch freut mich persönlich die Unterstützung des Herrn Minister Dr. Wissing, der sich auch auf europäischer Ebene für die Belange der Bahnschienenanwohner im Mittelrhein- und Moseltal einsetzen wird“, so Ruland weiter.

„Die Politik ist in der Pflicht, den Menschen vor Ort ein Leben mit möglichst geringem Bahnlärm zu ermöglichen. Hierbei dürfen ausdrücklich keine Interessen anderer Mitbürger miteinander aufgewogen werden. Auch wenn diese Schienen für viele in unserer Bundesrepublik wirtschaftlichen Wohlstand ermöglichen, darf das nicht bedeuten, dass ein Teil unserer Gesellschaft darunter leiden darf. Wir sehen den Staat in der Verantwortung, bei Problemen und Herausforderungen individuelle Lösungen zu finden, die im Sinne aller sind. Für dieses Ziel werde ich mich gemeinsam mit allen engagierten Bürgern vor Ort einsetzen“, so Ruland abschließend.

 
 

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