„Wahlfreiheit in der Kinderbetreuung muss erhalten bleiben!“

Veröffentlicht in Pressemitteilung

Sozialdemokraten setzen sich für Erhalt des Hortangebotes ein

ANDERNACH. Mit Erstaunen blicken die Andernacher Sozialdemokraten um ihren Fraktionsvorsitzenden Marc Ruland, MdL, auf die Beschlussvorlage der Stadt für den nächsten Jugendhilfeausschuss, in der die Stadt die Schließung des Hortes „Farbkleckse“ beabsichtigt. Wie die Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion in einem Gespräch vor Ort erfuhren, wurden die Eltern und Erzieher/-innen von der geplanten Absicht zur Schließung überrascht und bisher nicht in die Entscheidungsfindung einbezogen.

„Wir fragen uns, weshalb die Eltern bei einer derart tiefgreifenden Entscheidung bisher nicht eingebunden wurden und warum nicht nach einer Alternative seitens des Jugend-Dezernenten gesucht wurde.“, erklären die Stadtratsmitglieder Marion Winter und Katja Büchner.

Der Hort „Farbkleckse“ wird derzeit von 32 Kindern besucht, die montags bis freitags in zwei Gruppen von Schulende bis 17:00 Uhr durch vier staatliche pädagogische Fachkräfte betreut werden. Für einen Teil der Ferien und an schulfreien Tagen bietet der Hort ebenfalls eine Betreuung samt Ferienprogramm. Genutzt werden kann der Hort durch Kinder vom ersten Schuljahr bis zum vollendeten 14. Lebensjahr.

Für die Hortnutzung fallen Elternbeiträge an, die sich nach den einzelnen Einkommensgrenzen und der Anzahl betreuter Kinder staffeln. Zusätzlich sind monatliche Versorgungsgebühren für Essen und Getränke durch die Eltern zu übernehmen.

Margarete Petkau, die selbst zwei Kinder im Hort angemeldet hat, ist genau über diesen Punkt entrüstet: „Ich kann nicht verstehen, dass mit der geplanten Hortschließung genau die Eltern vor den Kopf gestoßen werden, die bereit sind, für die qualitative Betreuung ihrer Kinder zu zahlen.“

In der Argumentation der Stadt wiederum wird rein auf monetäre Argumente und die zum Schuljahr 2021/2022 entstehende Ganztagsschule St. Stephan abgehoben, die einen höheren Raumbedarf erwarten lassen würde. Nach Schließung des Hortes müsse für diese Ganztagskinder kein eigener Anbau errichtet werden, weil die freien Räume der „Farbkleckse“ genutzt werden könnten.

Für die Andernacher Sozialdemokraten steht fest, dass sie die Wahlfreiheit für Eltern zwischen Ganztagsschule und Hortangebot in der Stadt erhalten wollen. Wie die SPD-Fraktion klarstellt, „werden wir uns im nächsten Jugendhilfeausschuss am 23. Oktober gegen die Schließung aussprechen, weil wir den Eltern auch weiterhin eine Betreuungsvielfalt bieten wollen. Außerdem richtet sich das Angebot der Andernacher Ganztagsschulen lediglich an Kinder bis zur vierten Klasse. Der Hort hingegen bietet auch Kindern in den weiterführenden Schulen einen Anlaufpunkt.“

Mit Blick auf den bisherigen medialen Auftritt des Hortes fordern die Sozialdemokraten, bei den Eltern für mehr Transparenz zu sorgen, denn bisher lassen sich nur marginale Informationen über das Hortangebot finden.

„Eltern müssen klar erkennen können, welches Konzept hinter welcher Betreuungsform liegt. Für den Hort wurde die Veröffentlichung des Kurzkonzeptes auf der Homepage der Stadt zwar angekündigt, jedoch ist seine Veröffentlichung wohl seit geraumer Zeit in Vergessenheit geraten.“, so die SPD-Fraktion.

 
 

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