Nachdenklich stimmende Laudatio von Marc Ruland, MdL, zur Ausstellungseröffnung „Schatten und Licht“ in Maria Laach

Veröffentlicht in Pressemitteilung

In den Räumlichkeiten der Alten Schreinerei in Maria Laach arrangierte Bruder Stephan Oppermann OSB in den Jahren 2018 und 2019 je eine Ausstellung, die sich beide einer großen Resonanz erfreuten. So konnte das Team um den kunstschaffenden Benediktinerbruder sowohl zu der Präsentation vom „Leben und Werk“ des Paters Theodor Bogler OSB (2018) als auch zu der Kunstschau „Asche oder Feuer“ (2019) jeweils ca. 15.000 Besucher begrüßen.

„…und mein Vertrauter ist die Finsternis.“ Dieser letzte Halbsatz des Psalms 88 in einer Predigt eines Mitbruders war für Bruder Stephan Oppermann die Inspiration für die aktuelle Ausstellung zum Thema „Schatten und Licht“, die er gemeinsam mit Katharina Brellochs etwa zwei Jahre lang bis zum fertigen Konzept vorbereitete.

Zur Eröffnung der tief beeindruckenden Kunstschau, in der insgesamt 31Künstler, bei denen es sich allesamt um Weggefährten von Bruder Stephan handelt, ihre Werke vorstellen, begrüßte der Prior-Administrator des Klosters, Pater Petrus Nowack am Freitag, dem 25. September u. a. auch den Landtagsabgeordneten Marc Ruland. Bevor Bruder Stephan und Katharina Brellochs die Werke der Künstler/-innen einfühlsam und fachkundig vorstellten, beleuchtete Marc Ruland im Rahmen seiner nachdenklich stimmenden Laudatio das Thema der Ausstellung.

„In unserem deutschen Sprachgebrauch ist „Licht und Schatten“ eine feste Redewendung für die Wertung, etwas ist „halb gut, halb schlecht“, also steht für etwas, das nicht rund, perfekt oder himmlisch ist. Licht und Schatten? Nein: ‚Schatten und Licht‘ lautet der Titel dieser Kunstausstellung. Aus meiner Sicht ist der Vers: ‘…und mein Vertrauter ist die Finsternis‘ der alles vereinende Kernsatz des Psalms 88“, so der Landtagsabgeordnete Marc Ruland. Sodann sprach er über eine Interpretation und Auslegung des Psalms. „Kein anderer Psalm ist von einem solchen Ringen angesichts völliger Aussichtslosigkeit und der Todesnot geprägt, wie der Psalm 88. Fast alle Verse befassen sich mit dem Schrecken des Todes, dem sich der Psalm-Dichter hilflos ausgeliefert sieht. Seine körperlichen und seelischen Kräfte sind erschöpft, aber er hat noch die Kraft zum Gebet. Offensichtlich weiß er sich immer noch in Gottes Hand. Dieser Glaube genügt ihm, so dass er die Kraft zum Weiterbeten findet.“

Marc Ruland stellte zum Abschluss seiner Betrachtungen die Fragen: „Stecken nicht auch selbst in der verborgenen Finsternis Spuren von Transzendenz? Eröffnen diese nicht auch Perspektiven auf ein ewiges Leben oder gar die weltliche Sehnsucht nach dem Himmlischen? Also letztlich unser Glaube, der uns Mut, Hoffnung und Zuversicht schenkt?“

An Bruder Stephan und Katharina Brellochs gewandt sagte der Landtagsabgeordnete: „Ich wünsche Ihrer Ausstellung, dass diese wieder an die Erfolge der vergangenen anknüpfen kann sowie die Menschen inspiriert und zum Nachdenken anregt - auch unter diesen schwierigen Corona-Pandemie-Bedingungen.“

 
 

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