Schweitzer: „Diesel-Betrug darf nicht zulasten von Verbrauchern und Beschäftigten gehen“

Landespolitik

Zu den Ergebnissen des heutigen Diesel-Gipfels erklärt der SPD-Fraktionsvorsitzende Alexander Schweitzer:

 

„Das Image der deutschen Vorzeigebranche hat durch den Diesel-Skandal und die Kartellabsprachen der deutschen Autohersteller gravierenden Schaden genommen. Dass die deutschen Hersteller heute angekündigt haben, fünf Millionen Diesel-Fahrzeuge mit einer Software nachzurüsten, kann daher nur ein erster Schritt sein, um verlorenes Vertrauen wiederherzustellen und ihrer Verantwortung bei der Schadstoffreduzierung nachzukommen. Weitere müssen folgen, um das angeschlagene Image der deutschen Autobranche wieder aufzurichten. Um die Schadstoffbelastung in den Städten dauerhaft zu verringern, braucht es einen Maßnahmenmix aus Nachrüstung, der Entwicklung von alternativen Antriebstechnologien und nachhaltigen Mobilitätskonzepten“, so Schweitzer.

Schweitzer weiter: „Das Agieren einiger Vertreter der Automobilbranche hat dem Industriestandort erheblich geschadet. Die Folgen dürfen weder Verbraucherinnen und Verbraucher noch die Beschäftigten tragen. Wenn es um die Abgas-Schummeleien der deutschen Automobilindustrie ging, hatten Kanzlerin Merkel und Bundesverkehrsminister Dobrindt lange genug einen blinden Fleck. Merkel und Dobrindt können vor den Tricksereien der Automobilbranche nicht mehr länger die Augen verschließen. Indem sie die Hersteller bei ihren Abgas-Betrügereien gewähren ließen, haben sie fahrlässig gehandelt und Arbeitsplätze aufs Spiel gesetzt.“